Grundlagen der Heilkunde

Zur Beurteilung von Gesundheit, Krankheit und Heilung stützt sich eine ganzheitliche Heilkunde auf die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse der Medizin aber berücksichtigt dabei gleichwertig die Gesetzmäßigkeiten von Leben, Seele und Geist in ihren gegenseitigem Abhängigkeiten.

In unserem


  1. Substanz Leib (Physischer Leib) - unbelebt stofflich - „mineralisch“ - “ist”
  2. Bildekräfteleib (Ätherleib) - Grundlage der Lebensorganisation - „pflanzlich“ - “lebt”
  3. Seelenleib (Astralleib) - Grundlage des Gefühlslebens - „tierisch“ - “fühlt”
  4. Ich (Geistiges) - Grundlage des individuell Geistigen - „menschlich“ - “denkt”


Der physische Leib ist aus den Stoffen der leblosen mineralischen Welt aufgebaut und unterliegt den Gesetzen der Chemie und Physik. Ihn haben Mensch, Tier und Pflanze in gleicher Weise.


Ätherleib: Der Schritt vom rein physischen des Mineralischen zum organischen kommt durch die Wirksamkeit einer Kraft zustande welche die mineralische Stoffe unter eine höhere Ordnung stellt, welche sich durch Stoffwechsel, Wachstum, Regeneration und Fortpflanzung ausdrückt. Diese Kraft wird als Bildekraft oder in ihrer Beziehung zum Organismus als Ätherleib bezeichnet. Diese Lebensorganisation bewirkt in Mensch, Tier und Pflanze die Gestaltbildung.


Astralleib: Die Empfindungsorganisation (Astralleib) ist der Träger von Trieben, Instinkten und gefühlshafter Innerlichkeit, die auch Eigenbewegung möglich werden läßt, diese haben Mensch und Tier gemeinsam.


Geist: Das Selbstbewußtsein des Menschen, die Instanz welche sich als Individualität zu begreifen im Stande ist und sich mit “Ich” bezeichnen kann ist in seinem geistigen Wesenskern, dem Ich, begründet. Dieser Anteil ist das eigentlich menschliche welcher ihn vom Tier abhebt weil eine geistige Individualität besteht aus der heraus der Mensch kulturschaffend und lernend sein Leben zu reflektieren vermag.


Diese Vierheit differenziert im Sinne einer funktionellen Gliederung die Grundgesetzlichkeiten des Menschen und seines Wesens.

Der physische Leib ist durch die natürlichen Sinnesorgane wahrnehmbar, die drei anderen Wesensglieder nicht. Sie können zunächst nur mittelbar an ihren Wirkungen im Bereich der sinnlichen Phänomene erkannt werden.


Dreigliederung

Die physiologische Dreigliederung


Das morphologisch Zusammenwirken dieser Wesensanteile in der menschlichen Leiblichkeit bewirkt eine funktionelle Dreiheit von:


  1. Nerven-Sinnes-System mit seinem Hauptorgan dem zentralen Nervensystem, welches aber funktionell in den ganzen Körper hineinwirkt, dem
  2. Rhythmischem System mit seinem funktionellen Zentrum in der Brusthöhle mit Herz und Lungen, sowie dem
  3. Stoffwechsel-Gliedmaßen-System das alle Stoffwechselvorgänge sowie das willkürliche Bewegungsvermögen umfaßt und sein Zentrum in den Stoffwechselorganen der Bauchhöhle und Gliedmaßen hat.

 

Dieser physischen Dreigliederung entspricht eine

seelische Dreigliederung des Menschen:


  1. Denken - Nerven-Sinnes-System
  2. Fühlen - Rhythmischem System
  3. Wollen - Stoffwechsel-Gliedmaßen-System


Diese Ordnung wirkt sich im gesamten Organismus morphologisch als auch funktionell aus. Das Zusammenspiel der Organsysteme, Gewebe und Zellen wird von dieser Dreigliederung gestaltet und gelenkt.


Zwischen den beiden gegensätzlichen Anteilen dem Nerven-Sinnes-System und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System mit ihren polaren Kräften steht vermittelnd das Rhythmische System und schafft so Gesundheit im Sinne eines labilen Ausgleichs, Verschiebungen dieses harmonischen Zusammenwirken der Wesensglieder zu einem der Pole ergeben die vielfältigen Krankheitserscheinungen.


Diese Anschauung einer leiblich-seelischen Entsprechung ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf physiologische und pathologische Phänomene.

So ergibt sich das Therapieziel aus der Aufgabe, das Gleichgewicht der unausgewogenen Wirkungen der Wesensanteile wiederherzustellen.


Zur Heilmittelfindung 

ist stehst zu klären wie die oben beschriebenen Wesensglieder bei einem kranken Menschen verschoben sind und mit welchem Heilmittel eine Heilung des Patienten erzielt werden kann. Hierzu ist es wichtig die Wesensverwandtschaft des Menschen mit den Naturreichen (mineralisch, pflanzlich, tierisch) zu kennen sowie die leiblichen Veränderungen als Ausdruck des seelischen und des geistigen mit diesen in Beziehung setzen zu können.


Eine Ausganssubstanz muß meist erst durch ein geeignetes pharmazeutisches Verfahren zum Arzneimittel gemacht werden.

So steht die Zubereitung zwischen Substanz und Organismus des Patienten. Das Herstellungsverfahren kann somit gezielt verwendet werden um einzelne Aspekte des Arzneimittelausgangsstoffes auf die spezifische Krankeitssituation auszurichten. So werden z.B. Kaltauszüge, Auskochungen, Destilation, Röstung Verkohlung und Veraschung et cetera eingesetzt. Die Eignung des Herstellungsverfahrens ergeben sich aus dem wesentlichen Zusammenhang mit dem therapeutischen Ziel. Die Verabreichung der Medikamente erfolgt meist in potenzierter Form entweder über den Verdauungstrakt oder als Injektion.


Des weiteren kommen äußere Anwendungen wie zum Beispiel Rhythmische Massagen und Einreibungen mit Salben und Ölen und Öldispersionsbäder zum Einsatz.


Weitere Bereiche der anthroposopischen Medizin sind die Heileurythmie, eine von Rudolf Steiner begründete Bewegungstherapie, sowie die künstlerischen Therapien und eine auf dem anthroposophischen Menschenbild und Krankheitsverständnis begründete Psychotherapie.


Arnika
Seinsbereiche des Menschen
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Heilkunde als Schulungsweg

Zur Freien Schule für Heilkunde haben sich erfahrende Therapeuten und Dozenten zusammengeschlossen, um Kurse und Weiterbildungen anzubieten, welche über das medizinische Handwerk hinaus einen geistigen Hintergrund vermitteln, der den therapeutischen Willen tragen und durchdringen kann.

Hände - die Werkzeuge der Osteopathie

Aus unserer eigenen jahrelangen Erfahrung haben wir ein Unterrichtskonzept geschaffen, welches den Schülern die Möglichkeit gibt, ihre therapeutischen Fähigkeiten konsequent zu entwickeln.


Die Schulung eines tiefen Verständnisses der lebendigen Zusammenhänge, welche die Voraussetzungen der biologischen und medizinischen Gesundheit darstellen, sehen wir als Grundlage jeder heilkundlichen Tätigkeit.

Dieses erfassbar zu machen und in den Kontext der therapeutischen Arbeit zu stellen, ist eine Grundlage unseres Unterrichtskonzepts.

In allen unseren Seminaren werden von Beginn an praktische Anwendungen parallel zum theoretischen Wissen vermittelt, welche unmittelbar in die therapeutische Arbeit integriert werden können.

Viel Zeit zum Fühlen, Üben und Fragen trägt ebenso wie die Wahl schöner Schulungsräume zu einer guten Unterrichtsstimmung bei.


Wir sind unabhängig von normierenden Verbands- und Zertifizierungszwängen. Unsere Unterrichtskonzepte sind unabhängig und allein einer hohen Qualität menschengemäßer Heilkunde verpflichtet.


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