Homöopathie als Wort leitet sich vom griechischen ὅμoιoς = hómoios „gleich- artig“, „ähnlich“ sowie πάθoς = páthos „Leid“, „Schmerz“, „Affekt“, „Gefühl“ ab. Wörtlich also „ähnliches Leiden“.

Für die meisten Menschen bedeutet es die Behandlung von Krankheiten mithilfe von kleinen weißen Kügelchen den Globulis. Aus der Sicht der materialistisch naturwissenschaftlichen Forschung handelt es sich bei der Homöopathie lediglich um eine Art mehr oder weniger gefährlichen Aberglaubens.

Bemerkenswert ist es jedenfalls, dass die Homöopathie inzwischen quasi das Synonym für alternative Behandlung schlechthin geworden ist.

Im deutschen „Kompromisslexikon“ Wikipedia wird die Homöopathie als eine „alternativmedizinische Behandlungsmethode bezeichnet, die auf den ab 1796 veröffentlichten Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht.  Aus dieser Betrachtung heraus steht die Homöopathie in Opposition zu der damaligen, und heutigen medizinischen Lehre.

Betrachtet man den Zustand der Medizin zu Zeiten Hahnemanns lässt sich sagen dass die damalige Medizin, welche auf die Lehren des ionischen Arztes Hippokrates von Kos gründete in einen Zustand der Dekadenz und des Unverständnisses geraten war:

Aus einer energetischen Betrachtungsweise der Krankheiten als Ungleichgewichte verschiedener “Körpersäften“ (Humoralpathologie) welche im antiken, griechischen Verständnis als Prozesse oder Kräftewirkungen (Dynamis) verstanden wurden, waren im Laufe Entwicklung der Naturwissenschaften eine fälschlich substantielle Vorstellung geworden die zu verheerenden Therapien führte.


Die Heilkunde Hahnemanns

Betrachtet man vor diesem Hintergrund die Lehren Hahnemanns so zeigt sich, daß die größte Leistung von ihm darin besteht die Heilkunde wieder an ihre ursprünglichen, geistigen Wurzeln herangeführt und dabei für den modernen Menschen handhabbar gemacht zu haben.

So macht Hahnemann deutlich das nicht die Substanz im materiellen Sinne, sondern die dieser innewohnende Kraft (Dynamis) das eigentlich wirksame Heilprinzip darstellt.

Therapeutisch zugänglich wird diese Kraft durch den „Potenzierungsprozess“.  Diese Erfindung der Verdünnung und Verschüttelung einer Substanz um die stofflich gebundenen Kräfte zur Entfaltung zu bringen ist eine der genialen Erfindungen Hahnemann.

Als weiteren Schritt zu einer Heilkunde der Homöopathie fügt Hahnemann seiner Lehre das Ähnlichkeit- oder Simile-Prinzip hinzu: „Similia Similibus Curantur“ = "Ähnliches sei durch Ähnliches geheilt".

Für die praktische Anwendung lautet es folgendermaßen: „jeder Krankheitsfall wird am schnellsten und sichersten durch dasjenige Arzneimittel geheilt, welches im gesunden Körper möglichst ähnliche Erscheinungen hervorbringt."

So kann man im Ähnlichkeitsprinzip Hahnemanns einer Möglichkeit sehen, aus den vielfältigen Arzneimitteln diejenigen herauszufinden welche am besten geeignet sind die Selbstregulation des erkrankten Organismus wiederherzustellen.


Zusammenfassend lässt sich die Homöopathie  als die Anwendung potenzierter Arzneimittel nach dem Prinzip der Ähnlichkeit definieren.


Welleninterferenzmodell der Homöopathie

Ein, wie ich finde, gutes Verständnismodell für die Wirkung der Homöopathie besteht im Wellen- Interferenzenmodell der Physik:

Immer wenn Wellen aufeinandertreffen kommt es zu gegenseitiger Verstärkung oder Abschwächung. Überlagern sich die Wellenberge kommt es zu so genannter konstruktiver Interferenz, das resultierende Schwingungsmuster ist eine jeweilige Verstärkung der einzelnen Wellen. Treffen hingegen Wellental auf Wellenberg so spricht man von destruktiven Interferenzen und die Wellen heben sich auf oder schwächen sich entsprechend ab.

Nach diesem Modell kann man sich auch die Wirkung der Homöopathie herleiten: Jeder Organismus ist als ein individuelles, hochkomplexes Wellenmuster vorstellbar. Ein Arzneimittel induziert nun ausgehend von seiner eigenen Information Wellen im Schwingungsfeld des Organismus. Abhängig von der Übereinstimmung oder Kohärenz der Wellen wirken diese auf die Wellenmuster des Organismus verstärkend oder abschwächend. Je größer die Übereinstimmung zwischen der „Symptomatik“ des Organismus und den induzierten Symptomen des Arzneimittels ist um so nachhaltiger wird die Wirkung auf den Organismus erwartet werden können.


Praktisches Vorgehen der Homöopathie

Um ein geeignetes, wirksames homöopathisches Medikament zu finden sind demnach zwei Dinge Voraussetzung:

Einerseits müssen die individuellen Krankheitssymptome des Patienten genauestens erfasst werden. Dies führen wir in einer sorgfältigen und ausführlichen Befragung mit dem Patienten durch, der Homöopathischen Anamnese.

Hierbei gilt das Augenmerk insbesondere den speziellen, d.h. individualspezifischen Symptomen des Patienten. Desweiteren sind auch Situations und zeitabhängige Symptomveränderung sehr relevant genauso wie der Einfluss seelischer Umstände.


Im weiteren erfolgt dann das Aufsuchen eines homöopathischen Mittels durch die sogenannte Repertorisation: Hierbei sucht der Homöopath aus dem Beschreibungen der homöopathischen Medikamente, der Materia Medika, dasjenige Mittel heraus welches in seiner Wirkung, dem Arzneimittelbild, den Symptomen des individuellen Patienten möglichst ähnlich ist. Hierzu müssen oft hunderte von Arzneimittelbildern miteinander und mit den Symptomen des Patienten verglichen werden.


Das so gefundene homöopathische Mittel wird dann, abhängig von der gewählten Dosierung in mehreren Gaben verabreicht, aber nur bis zu dem Moment an welchen die Symptome verschwunden sind oder sich prägnant verändert haben. Dann ist die  Einnahme sofort einzustellen oder ein anderes, neuerlich individuell angepasstes Mittel zu nehmen.

 

Aus diesem Vorgehen heraus, wird auch deutlich warum es eigentlich keine homöopathischen Medikamente gegen allgemeine Erkrankungen geben kann. Jedes Medikament wird individuell für genau die augenblickliche Situation des Patienten gegeben. Die häufig , teilweise schmähende, Kritik an der Homöopathie hat fast immer den Grund, daß dieses Prinzip unverstanden und unberücksichtig geblieben ist. Im weitern wird hierduch auch deutlich warum es oftmals sehr schwierig ist Krankheiten homöopathisch zu behandeln wenn diese lange Zeit durch symptomunterdrückende, allopathische Medikamente Behandelt wurden.

   

Heilkunde als Schulungsweg

Zur Freien Schule für Heilkunde haben sich erfahrende Therapeuten und Dozenten zusammengeschlossen, um Kurse und Weiterbildungen anzubieten, welche über das medizinische Handwerk hinaus einen geistigen Hintergrund vermitteln, der den therapeutischen Willen tragen und durchdringen kann.

Hände - die Werkzeuge der Osteopathie

Aus unserer eigenen jahrelangen Erfahrung haben wir ein Unterrichtskonzept geschaffen, welches den Schülern die Möglichkeit gibt, ihre therapeutischen Fähigkeiten konsequent zu entwickeln.


Die Schulung eines tiefen Verständnisses der lebendigen Zusammenhänge, welche die Voraussetzungen der biologischen und medizinischen Gesundheit darstellen, sehen wir als Grundlage jeder heilkundlichen Tätigkeit.

Dieses erfassbar zu machen und in den Kontext der therapeutischen Arbeit zu stellen, ist eine Grundlage unseres Unterrichtskonzepts.

In allen unseren Seminaren werden von Beginn an praktische Anwendungen parallel zum theoretischen Wissen vermittelt, welche unmittelbar in die therapeutische Arbeit integriert werden können.

Viel Zeit zum Fühlen, Üben und Fragen trägt ebenso wie die Wahl schöner Schulungsräume zu einer guten Unterrichtsstimmung bei.


Wir sind unabhängig von normierenden Verbands- und Zertifizierungszwängen. Unsere Unterrichtskonzepte sind unabhängig und allein einer hohen Qualität menschengemäßer Heilkunde verpflichtet.


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